Ich bin heute angekommen. Habe die Frage, ob ich Touristin sei, mit "Nein" beantwortet, einem Italiener den Weg zum Bahnhof S.Maria Novella erklaert und vorhin nach der Besichtigung meine (!) Wohnung mit dem eigenen Schluessel (!) abgeschlossen, damit ich ab jetzt kommen und gehen kann, wie ich moechte. Ich fuehle immer wieder in meiner Hosentasche, ob der Schluessel wirklich da ist... Die Dame, die die Wohnung vermietet, ist sehr sehr nett und heisst genauso wie ich, das foerdert spontan die gegenseitige Sympathie. Sie hat mir alles erklaert und gezeigt. Ich wohne also in einer 3-Zimmer-Wohnung mit zwei Balkons in einem Palazzo storico. Die Zimmer gehen alle drei nach Sueden zur runden, gruenen und lauten Piazza raus [mein erster Gang fuehrte also gleich in die Apotheke (Oropax...)]. Meins ist das mit dem einen Balkon, der andere geht von der Kueche ab auf den Hof, der einfach traumhaft schoen und so italienisch ist. Wirklich alles, was man braucht, ist schon in der Wohnung, das Persoenliche kommt schnell dazu... Die Highlights: Natuerlich die beiden Balkone, ein Marmorspuelbecken in der Kueche (herrje, bestimmt unpraktisch, macht aber Eindruck), eine Badewanne, sehr schoener Fliesenfussboden (am Wochenende mit Jule zu Ikea... Teppich kaufen...), wunderschoene alte Moebel im Zimmer (kombiniert mit moderner Geschmackssache...). Alles ist schief geschnitten und fuer drei Leute ist viel Platz aber man verlaeuft sich gar nicht, es ist genau richtig. Mitbewohner kommen in den naechsten Tagen, am Sonnabend eine Britin.
Gestern habe ich vergessen, meine Lieblingswohnungsanzeige aus der Fakultaet zu schreiben (Orthografie original):
Angebot fur Erasmus studentin Zimmer frei zu verfugung kunst professor braucht haus-hilfe und mitarbeit in Ubersetzung und Modell-job (Modell-job handschriftlich ergaenzt) Rufen sie Bitte...an
Das hat mir ein bisschen Angst gemacht... Aber ich muss ja gar nicht mehr hoffnungslos vor Schwarzen Brettern stehen!
A propos Fakultaet: Das Erasmusbuero war so voll, dass ich wieder umgedreht bin und mich in die Liste fuer morgen eingetragen habe. Einer der im Buero Sitzenden hat nur immer wieder "è un casino, che casino" gestammelt. Dem gibt es nichts hinzuzufuegen!
27 September 2007
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1 Kommentar:
Oh, ich freue mich aufs Abwaschen mit Dir in den Mamorspühlbecken! Jetzt aber erstmal am Holzschreibtisch lernen... :-(
Küsse!
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