26 September 2007

Erfolge

In den ersten zwei Tagen in Florenz ist alles entweder herrlich oder schrecklich... Heute klappt fast alles. Das heisst: Ich war in der Facoltà di Lettere e Filosofia und habe mir eine guida per gli studenti besorgt, also das Vorlseungsverzeichnis. Leider kann man dort keine Termine und Uhrzeiten nachlesen, diese Aushaenge habe ich durch Zufall - wie sonst - entdeckt. Am Montag geht es los, noch weiss ich nicht genau, womit, muss mir den Stundenplan erst richtig zusammenstellen. Die Fakultaet ist wunderschoen gelegen, die Uni degli Studi ist keine Campus-Uni, deshalb habe ich Glueck gehabt. Und wo sollte ich schon Kunstgeschichte studieren, wenn nicht an der Piazza Brunelleschi... Die letzte und wichtigste und wohl komplizierteste Formalitaet wird morgen der Gang zum Erasmusbuero sein. Bin gespannt, was alles fehlt.
Ausserdem habe ich am Vormittag folgende Entdeckung gemacht: In Florenz faehrt man Fahrrad. Es ist - natuerlich - lebensmuede, aber total schoen. Eine italienische Stadt ist ja schon wunderbar, aber mit dem Fahrrad in einer italienischen Stadt... Habe kein Fahrrad. Also keine Angst.
Habe ausserdem eine SIM-Karte gekauft, diesmal wollten sie keinen Pass sehen und wollten auch nicht wissen, aus welchem Teil Deutschlands ich komme, nachdem sie meine Nationalitaet gelesen haben, wie in Rom... Cecilia dachte, ich ver... sie. Nein, das habe ich erlebt. Aber es sind nicht alle so verrueckt, der TIM-Verkaeufer heute war total unkompliziert. Jetzt brauche noch ein UMTS-Handy (fuer Internet ueber Handy und Laptop), leider, denn - und hier beginnt mein Tageserfolg - die Wohnung, in die ich fast ganz sicher morgen einziehen koennte (ja, okay, noch ganz schoen viele Konjunktive...), hat kein Internet. Ich war im Kunsthistorischen Institut und im Deutschen Institut und unter dem Deutschen Institut gibt es eine, hm, was ist das, Agentur "Mi(e)twohnzentrale Florenz". Da sitzt ein sehr freundlicher Herr, der deutsch spricht, man sagt, wer man ist und was man sucht, er denkt kurz nach, sagt, was er passendes im Angebot hat und wenn man das gut findet, ruft er den Vermieter an und verabredet einen Besichtigungstermin. So auch vorhin fuer mich: Morgen also Wohnung angucken, bisher, sagt er, haben die alle genommen und ich als Deutsche haette die besten Chancen und sollte auf jeden Fall schon die Kaution oder was anderes als Pfand fuer den Schluessel mitnehmen. Irre. Ich habe aber natuerlich immer noch "Bevor Du keinen Schluessel hast, hast Du kein Zimmer, liebe Anne, verlass Dich auf niemanden" im Kopf, also keine Panik.
Ausserdem - und das erstmal als Abschluss fuer heute: Ich habe endlich Cecilia getroffen, sie ist mit mir die Institute abgelaufen und -gefahren und hat mich - welch ein grosses Glueck! - in die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts geschleust, in die man normalerweise nur reinkommt, wenn man Doktorand oder mindestens Magistrand ist. Das Haus ist ein Traum, es reiht sich Raum an Raum und Etage auf Etage und alles ist bis zur Decke gefuellt mit Kunsthistorischer Literatur und einer Fotothek! Es ist grossartig!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

"Bevor Du keinen Schluessel hast, hast Du kein Zimmer, liebe Anne, verlass Dich auf niemanden"

=> kommt mir irgendwie bekannt vor :-)

Anonym hat gesagt…

Liebste Süße, ich bin ja ganz begeistert von Dir, dass Du nämlich ruhig zu bleiben scheinst, und schau - es klappt das meiste ganz gut! Ich denke an Dich, ich mag de Blubberhintergrund Deines Blogs, viele Küsse!