02 Mai 2008

Geburtstag, Kunst und Archäologie

Inzwischen hatte ich Geburtstag (ein überraschend entgegen aller Wetterberichte sehr schöner warmer Tag, den ich mit Lisa verbracht habe, bummelnd in der Sonne und mit einem herrlichen Essen und Sekt, Pasta, Salat, den ersten Erdbeeren und einer Großpackung Eis aus der Gelateria de Medici (s.u.) für Lisa, Eva, Volkan und mich - vgl. Photos unten), war in Berlin (Wintersachen gegen Sommersachen tauschen und Dussmann- und dm-shoppen...) und Madrid (Richard wiedersehen, mich dem madrilenischen Kunstreichtum der Reina Sofia und des Museo Thyssen-Bornemisza, in dem eine tolle Modigliani-Ausstellung zu sehen war, hingeben, churros essen..., Tasche dort lassen – vgl. Photo unten) und blende irgendwie aus, dass noch Semester ist... Mein nächstes Projekt wird eine Hausarbeit auf italienisch, an diesem Wochenende muss ich mir ein Thema ausdenken, um es in der nächsten Woche mit dem professore genau abzusprechen und dann geht die Arbeit los, bin tatsächlich sehr gespannt, freue mich aber drauf, es wird um irgendeinen figurativen Renaissance-Zyklus gehen. Im Moment lerne ich viel über Archäologie: Eva hat mir zum Geburtstag eine persönliche Führung durchs Museo Archeologico Nazionale von Florenz geschenkt, dort waren wir vorgestern und sie hat mir ein Handbuch (T. Hölscher, "das böse Buch" weil eigentlich nicht wissenschaftlich genug und viel zu unausführlich, für mich aber perfekt für den ersten Einblick) ausgeliehen, das ich jetzt begeistert studiere. Endlich bekomme ich ein Bild und ein Gefühl für diese ganzen vielen vielen hundert und tausend Jahre, in denen es eine Kultur gab, die so reich war, von der ich immer nur Ausschnitte und Bruchstücke höre oder sehe, ohne je den Zusammenhang erklärt zu bekommen, ohne es je zeitlich oder formal einordnen zu können, aber je mehr ich lerne, desto mehr stelle ich fest, dass die christliche Kunst doch das meiste nur von den Griechen und Römern und Ägyptern geklaut hat... Und im Kunstgeschichtsstudium sagt mir das keiner! Nicht mal, dass ich selber klassische Archäologie studieren soll, weil im Studienplan der Kunstgeschichte keine Zeit dazu ist. Jetzt kann ich es jedenfalls kaum erwarten, mit Eva auch die Skulpturensammlung der Uffizien anzusehen, sie ist so begeistert davon und kann so gut alles erklären und erzählen. Dafür werden wir allerdings Eintrittskarten reservieren, denn leider ist die „AchgehenwirmalschnellindieUffizien-Zeit“ schon lange, seit den ersten Sonnenstrahlen und seitdem die ersten Länder irgendeine Form von Ferien haben, vorbei und die Schlange wird immer länger... Überhaupt ist es wieder deutlich voller in Florenz, wir überlegen dreimal genau, bevor wir uns auf den Weg ins centro machen. Trotzdem ist alles schöner als in der kalten Jahreszeit!

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